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Meisterschaft: SC Düdingen – FC Fribourg 2:2 (1:0)
Relevantsdatum: Samstag, 17. Oktober 2020
1. Mannschaft (2. Lig. int)

Nach einer turbulenten Schlussphase endete das spannende Prestige-Duell zwischen Düdingen und Freiburg 2:2 unentschieden. Cedric Portmann sicherte den Senslern in der Nachspielzeit einen wertvollen Punkt.

Trotz einer starken ersten Halbzeit und Applaus von den Rängen schien es am Ende dennoch wieder ein dunkler Düdinger Spieltag in der 2. Liga interregional zu werden. Freiburgs Kapitän Qendrim Makshana hatte zu vorgerückter Stunde einen Freistoss in die obere linke Ecke gezirkelt (87.). Es war die erstmalige Führung der Gäste, die einen 0:1-Rückstand nach der Pause noch umbiegen konnten. Den Senslern drohte nach acht ungeschlagenen Jahren wieder einmal eine Niederlage im Derby. Der polyvalent einsetzbare Cedric Portmann legte tief in der Nachspielzeit aber noch sein Veto ein. Eine Düdinger Antwort glich zu diesem Zeitpunkt trotz einer gelb-roten Karte gegen Yves Roger Oberlin einem kleinen Wunder, zumal mit Kevin Portmann, Amar Avdukic und Christoph Catillaz einige offensive Fachkräfte nicht mehr auf dem Platz weilten.

So sprang Cedric Portmann in die Bresche und reagierte nach einem herrenlosen Ball im Strafraum am schnellsten. Freiburg-Hüter Piero Soldini hatte einen herunterpflückbaren Standard nicht unter Kontrolle bringen können. Kurz darauf hätte Bryan Rodrigues Marques alleine vor dem Kasten die Pinguine beinahe wieder in Führung geschossen, doch SCD-Torhüter Luca Aebischer hielt mit einer starken Intervention den Punkt fest. «Manchmal bist du als Torhüter der Depp und manchmal wieder der Held. So ist das eben als Goalie», kommentierte Aebischer die aktionsgeladene Szene kurz vor dem Ende. «Ich probiere immer, mein Bestes zu geben. Das bleibt auch das Ziel für die Zukunft.»

«Düdingen war aggressiver»

Diesen Zähler hatte sich das Team von Rolf Rotzetter insbesondere dank einer couragierten ersten Halbzeit redlich verdient. Mit viel Biss im Zweikampf, stringenten Passkombinationen und konzentrierter Arbeit bei Standards machten die Einheimischen den favorisierten Freiburgern das Leben enorm schwer. «In der ersten Halbzeit sind wir nie richtig ins Spiel gekommen. Düdingen war viel aggressiver», konstatierte FCF-Schlussmann Soldini. Der verdiente Lohn für diesen gelungenen Vortrag folgte dann in der 25. Minute, als Kevin Portmann eine perfekte Freistosshereingabe von Frédéric Piller in die Maschen köpfte. «Klar, wenn man auf das Klassement schaut, bringt uns dieser Punkt nicht viel, aber wir haben gegen ein gutes Freiburg eine sehr starke erste Halbzeit gezeigt. Leider konnten wir dieses Niveau nicht durchziehen», gab SCD-Trainer Rolf Rotzetter zu Protokoll.

Mit gedämpfter offensiver Unternehmungslust und gleichzeitig zunehmender Passivität trieb der SC Düdingen im zweiten Durchgang ein Spiel mit dem Feuer. Der pfeilschnelle Toptorjäger Karim Diarra nutzte prompt eine der wenigen Freiburger Möglichkeiten zum Ausgleich aus (66.). Für den 26-jährigen Stürmer mit Düdinger Vergangenheit war es bereits der neunte persönliche Treffer. Die Mannschaft von Turgut Akdag erhielt dadurch weiter Auftrieb, was schliesslich dank einem herrlichen Makshana-Freistoss beinahe in einem Vollerfolg mündete.

Düdingen braucht Siege

Rolf Rotzetter wertete die Leistung seiner Schützlinge als einen «Schritt in die richtige Richtung», weiss aber auch, dass sich die prekäre Tabellenlage nur mit Vollerfolgen entschärfen lässt. Auf der Gegenseite nahm Soldini den Punkt aus Düdingen gerne mit und betonte, dass sich der FC Freiburg auf einem guten Weg befinde: «Wir haben erneut nicht verloren und sind insgesamt gut in Form. Auch die Stimmung im Team ist, wie schon letztes Jahr, sehr positiv. Wenn wir weiter dranbleiben, kommt es gut.»

Textquelle: freiburger-nachrichten

SC Düdingen - FC Fribourg 2:2 (1:0)
Ort
: FKB Stadion Birchhölzli 
Zuschauer: 495
SR: A. Lehmann 
Tore: 25. K. Portmann 1:0. 66. Diarra 1:1. 87. Makshana 1:2. 92. C. Portmann 2:2.

SC Düdingen: Aebischer; Serifi, Suter, C. Portmann; Schwarz, Knutti, Piller, Bürgy (84. Biwongo); Catillaz (73. Hadorn); K. Portmann (80. A. Bächler), Avdukic (75. Spicher).

FC Freiburg: Soldini; Economidis (62. Ademi), Oberlin, Mendes Cabral, Varela Pereira; Rodrigues Marques; Rusca (44. Ermiyas), Raetzo (52. Villommet); Makshana, Diarra, Magalhaes Soares (52. Furtado).

Bemerkungen: Düdingen ohne Aegerter, Brünisholz, Balvis Gonzalez, Ragonesi, Sandmeier, Schneuwly, Vonlanthen (alle verletzt) und Tschan (Militär). Freiburg ohne Cerezo, De Oliveira Borges, Assui Koffi, Mason und Schwartz. 83. Gelb-rote Karte gegen Oberlin.